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Abkommen zwischen Serbien und Kosovo

Belgrad. Der serbische Regierungs­chef Ivica Dacic und sein kosovarischer Amtskollege Hashim Thaci haben sich am Freitag abend unter EU-Vermittlung auf eine Normalisierung ihrer Beziehungen verständigt. Die EU gratulierte zu einem »historisches Abkommen«, UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sprach von einem Meilenstein. Dagegen kritisierten die Kosovo-Serben das Abkommen und kündigten ein Referendum dazu an. »Niemand hat das Recht, ein Dokument zu unterzeichnen, das die Verfassung verletzt und einen Teil des eigenen Territoriums aufgibt«, erklärten Vertreter der serbischen Gemeinden im Kosovo bei einer Versammlung in Zvecan. Kosovo hatte sich vor fünf Jahren als unabhängig von Serbien erklärt. Seither haben lediglich 97 von der 193 UN-Mitgliedsstaaten das Land anerkannt.

(dpa/Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.04.2013, Seite 1, Ausland

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