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Bundestag lehnt ­Frauenquote ab

Berlin. In Deutschland wird es weiterhin keine gesetzliche Frauenquote in den Führungsetagen der Konzerne geben. Ein vom Bundesrat vorgelegter Gesetzentwurf für eine solche Vorgabe von 20 Prozent ab 2018 scheiterte am Donnerstag im Bundestag am Widerstand der schwarz-gelben Koalition. Für den Entwurf stimmten 277 Abgeordnete, dagegen 320. Union und FDP wendeten damit ein Scheitern ihres Bündnisses ab. Mehrere Frauen in der Union – darunter Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (Foto) – hatten gedroht, mit der Opposition zu stimmen, wodurch die Mehrheit der Koalition gefährdet schien. Die Befürworterinnen hatten sich aber nach Zugeständnissen umstimmen lassen. Die Unionsführung sagte zu, eine feste Frauenquote von 30 Prozent für Aufsichtsräte von DAX-Unternehmen ab dem Jahr 2020 ins Wahlprogramm aufzunehmen. In den Jahren davor setzt die Union auf freiwillige Regelungen. (Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.04.2013, Seite 1, Inland

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