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Bundeswehrübersetzer fordern Asyl

Masar-i-Scharif. Aus Angst vor Vergeltung durch die Taliban haben ehemalige Ortskräfte der Bundeswehr vor dem Feldlager im nordafghanischen Kundus für Asyl in Deutschland demonstriert. Etwa 35 Afghanen – Dolmetscher, Handwerker und Reinigungskräfte – versammelten sich am Samstag vor dem Camp. »Die Sicherheitslage verschlechtert sich hier, und die Bundeswehr hat uns alleine gelassen«, sagte der 24jährige Übersetzer Aliullah Nasari, der für seine Kollegen sprach. »Die Bundeswehr muß uns dabei helfen, außer Landes zu kommen, oder uns Asyl in Deutschland gewähren.« Ein Bundeswehrsprecher versicherte, die Ängste der Ortskräfte würden sehr ernst genommen.

(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.04.2013, Seite 2, Inland

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