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Staatsbürgerschaft: Grüne Kritik an CDU

Berlin. Die Grünen haben skeptisch auf den Vorstoß aus der CDU für eine parteiübergreifende Reform des Staatsbürgerschaftsrechts reagiert. »Die CDU will bloß Modernität suggerieren, das ist unglaubwürdig«, sagte Grünen-Chef Cem Özdemir der Welt (Dienstagausgabe). »Bevor man einen parteiübergreifenden Konsens fordert, sollte man sich wenigstens in der eigenen Partei einig sein.« Das aber sei bei »dieser Union schwerlich vorstellbar« Özdemir reagierte damit auf die Anregung von CDU-Vize Armin Laschet, das deutsche Staatsbürgerrecht einer internationalen Staatspraxis anzupassen und dafür einen parteiübergreifenden Konsens zu suchen. Özdemir nannte das geltende Optionsrecht unsinnig. Demnach müssen hierzulande geborene Kinder von Nicht-EU-Bürgern bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres nachweisen, ob sie ihre ausländische Staatsbürgerschaft aufgegeben oder verloren haben, sonst verlieren sie ihre deutsche Staatsbürgerschaft. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.04.2013, Seite 5, Inland

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