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05.03.2013
- → Betrieb & Gewerkschaft
Koalition schafft Reederhaftung ab
Berlin. Mit der Verabschiedung des Seearbeitsgesetzes im Bundestag Ende Februar hat die Koalition die Arbeitsbedingungen für Seeleute in einigen Punkten verschlechtert. So hätten Union und FDP die Reederhaftung aufgeweicht, kritisierte der zuständige Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion Josip Juratovic. Bisher galt, daß der Reeder zuständig ist, wenn die Seeleute ihre Heuer nicht bezahlt bekommen – auch wenn diese über eine Bemannungsagentur beschäftigt sind. Somit war sichergestellt, daß Seeleute, die selten länger an einem Ort sind, schnell und effektiv ihre Heuer eintreiben können. Nach dem neuen Gesetz, das am 21. Februar mit den Stimmen der Koalition beschlossen wurde, ist das nicht mehr so. Der Reeder haftet nur noch als Bürge. Dies bedeute eine »Schlechterstellung der Seeleute«, erklärte Juratovic.
Zudem werde durch das neue Gesetz »ein Hintertürchen offengelassen, durch das die Höchstarbeitszeit der Seeleute heraufgesetzt werden soll«.
(jW)
Zudem werde durch das neue Gesetz »ein Hintertürchen offengelassen, durch das die Höchstarbeitszeit der Seeleute heraufgesetzt werden soll«.
(jW)
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