Zum Inhalt der Seite

DGB zweifelt an Ausbildungspakt

Berlin. Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat Zweifel am Erfolg des sogenannten Ausbildungspaktes, der am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Nach Meinung der Bundesregierung hat die deutsche Wirtschaft ihre Zusagen, jährlich 60000 neue Ausbildungsplätze zu schaffen, weit übertroffen. Zum 30. September 2012 waren den Angaben zufolge mehr unbesetzte Ausbildungsplätze (33300) als unversorgte Bewerber (15700) bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern gemeldet. Der DGB bezweifelt diese Zahlen. Demnach blieben »mehr als 160000 junge Menschen« unberücksichtigt, die von der Bundesagentur für Arbeit als »ausbildungsreif« eingestuft würden und sich in Ersatzmaßnahmen, wie etwa Praktika. »So wird die tatsächliche Lage ohne Zweifel verschleiert«, sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock am Mittwoch.

(dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 07.02.2013, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!