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Ziegenhals-Prozeß vertagt

Königs Wusterhausen. Vor dem Amtsgericht Königs Wusterhausen ist am Mittwoch die Hauptverhandlung gegen drei Angeklagte ausgesetzt worden. Sie sollen sich im Mai 2010 verabredet haben, einen Abrißbagger anzuzünden, um das Schleifen der Gedenkstätte Ziegenhals zu verhindern.

Die erste Hauptverhandlung war bereits im Juni 2012 geplatzt, nachdem die Verteidigung die Einstellung des Verfahrens wegen Vorverurteilung der Angeklagten durch die Medien gefordert hatte. Am Mittwoch hat das Gericht dieses Ansinnen von Rechtsanwalt Hans-Eberhard Schultz als Beschwerde angenommen und zur Prüfung an das Landgericht Potsdam weitergereicht. Schultz wertete dies gegenüber junge Welt als Teilerfolg. Es handele sich um ein Eingeständnis, daß die Beschwerde gewichtig sei.

Am Sonntag wird – 80 Jahre nach der illegalen ZK-Tagung der KPD in Ziegenhals – ein Gedenkstein gegenüber der inzwischen abgerissenen Ernst-Thälmann-Gedenkstätte eingeweiht. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.02.2013, Seite 5, Inland

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