Zum Inhalt der Seite

Keine Gasförderung mit Umweltgiften

Berlin. Der Bundesrat lehnt die Erdgasgewinnung aus tiefen Gesteinsschichten mit Hilfe von Umweltgiften ab. Zunächst müßten die Risiken der sogenannten Fracking-Technik geklärt werden, forderten die Länder in einer am Freitag verabschiedeten Entschließung. Beim Fracking werden gasführende Gesteinsschichten mit Chemikalien unter hohem Druck aufgebrochen. Es wird geschätzt, daß Deutschland mit seinen Schiefergasvorkommen 13 Jahre lang den gesamten Gasbedarf des Landes decken könnte.

Die Bundesländer warnen vor Gefahren insbesondere für Trinkwasser- und Heilquellenschutzgebiete. Fracking dürfe erst dann genehmigt werden, wenn zweifelsfrei geklärt sei, daß eine nachhaltige Veränderung der Wasserbeschaffenheit nicht möglich ist.

(dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 02.02.2013, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!