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Guatemala: Proteste gegen Maya-Feiern

Tikal. Etwa 200 indigene Guatemalteken haben gegen die offiziellen Feiern zum Ende eines Zyklus im Maya-Kalender protestiert, von denen sie sich ausgeschlossen fühlen. Das Maya-Volk nehme nicht an dem für Freitag geplanten Ereignis teil, erklärte der Chef der Vereinigung der Indigenen Organisationen von Petén, José Cac, der Nachrichtenagentur AFP. Es handele sich um eine »rassistische und diskriminierende Feier«, von der die Maya ausgegrenzt würden. Mit Protestschildern gegen die offizielle Zeremonie versuchten die Demonstranten, an den Ort der Feierlichkeiten vorzudringen, den berühmten Maya-Ruinen von Tikal im Norden des Landes. Diese waren bereits abgeriegelt, erwartet wurde zu dem Anlaß auch Staatschef Otto Pérez. Cac erläuterte, daß die Demonstranten eine Opfergabe vor dem Haupttempel von Tikal darbringen wollten.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.12.2012, Seite 7, Ausland

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