Zum Inhalt der Seite

Fonds für in Not geratene Journalisten

Berlin. Der medienpolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Wolfgang Börnsen (CDU), lehnt Steuererleichterungen für kriselnde Zeitungen ab. Staatsferne garantiere die Unabhängigkeit der Medien, sagte Börnsen am Mittwoch als Entgegnung auf eine Forderung des Präsidenten der Akademie der Künste, Klaus Staeck. Auf Presseerzeugnisse werde heute schon nur der reduzierte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent gezahlt.

Börnsen sprach sich für einen Fonds aus, um guten Journalisten, die in Not geraten seien, unter die Arme zu greifen. Ein solcher Fonds könnte von Verlegern und dem Bund aufgelegt werden. Noch gebe es in Deutschland eine Medienvielfalt, wie sie nur in wenigen Ländern vorhanden sei. Die müsse erhalten werden. (dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 06.12.2012, Seite 15, Medien

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!