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06.12.2012
- → Medien
Massenentlassungen auch beim ZDF
Berlin. Die Welle von Massenentlassungen bei Tageszeitungen erfaßt auch die elektronischen Medien. Beim ZDF stehen, wie der Branchendienst kress meldet, 400 statt der geplanten 300 Entlassungen an. Dabei handelt es sich um »Vollzeitäquivalente« – unter Einbeziehung von Teilzeitarbeitern dürften weit mehr als 400 Kolleginnen und Kollegen ihren Job verlieren.
Für entlassene Journalistinnen und Journalisten sieht die Zukunft finster aus, reguläre Arbeitsplätze sind rar und werden dann auch nur befristet angeboten. Allein die Insolvenz der Frankfurter Rundschau bedroht fast 500 Arbeitsplätze. Bei der Financial Times Deutschland, die am morgigen Freitag zum letzten Mal erscheint, sind mehr als 300 Mitarbeiter betroffen, ebenso viele bei der ebenfalls insolventen Nachrichtenagentur dapd. Beim Berliner Verlag könnten bis zu 86 Stellen wegfallen, bei der Nürnberger Abendzeitung sind es 35, bei Spiegel-TV 40. (jW)
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
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