Zum Inhalt der Seite

Caro-Druck gibt auf

Frankfurt am Main. Die aus der linken Szene hervorgegangene Caro-Druck GmbH in Frankfurt am Main stellt zum Jahresende ihren Betrieb ein. Von der Schließung seien etwa 30 Voll- und Teilzeitmitarbeiter betroffen, teilte das Unternehmen mit. Die Druckerei hatte seit 1983 die Teilauflage der tageszeitung für den süddeutschen Raum produziert. Auch die anarchistische Monatszeitung graswurzelrevolution, die seit 25 Jahren bei Caro gedruckt wurde, muß sich eine neue Druckerei suchen.

Die ursprünglich mit der maoistischen Politsekte Kommunistischer Bund Westdeutschland (KBW) verbandelte Druckerei war 1967/68 in Heidelberg gegründet worden und zog später nach Plankstadt um. Caro-Druck stieg 1974 in den Zeitungsdruck ein, das Unternehmen verwendete als eines der ersten seiner Branche Recyclingpapiere. (jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 06.12.2012, Seite 15, Medien

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!