-
30.11.2012
- → Inland
Niedersachsen jetzt auch für NPD-Verbot
Hannover. Die schwarz-gelbe Landesregierung Niedersachsens hat ihren Widerstand gegen ein NPD-Verbotsverfahren aufgegeben. Ministerpräsident David McAllister (CDU) kündigte am Donnerstag in Hannover an, er werde bei einer Ministerpräsidentenkonferenz in der kommenden Woche für den Gang vor das Bundesverfassungsgericht stimmen: »Es ist unerträglich für die politische Kultur in Deutschland, daß diese Partei ihre Parolen verbreiten kann«, sagte McAllister. In der Vergangenheit hatte vor allem der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU) wegen der Gefahr eines erneuten Scheiterns regelmäßig vor dem Gang nach Karlsruhe gewarnt.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland