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Fußball-Randspalte

Krise (1)

Athen. Der griechische Fußball leidet an der Krise. Der Athener Traditionsklub Panathinaikos Athen verzeichnet in der laufenden Saison einen Schnitt von nur noch 6800 Fans pro Heimspiel. Dies bedeutet einen Einbruch um 53 Prozent. Allgemein kommen zu den Erstliga-Spielen 40 Prozent weniger Zuschauer als letzte Saison. Für das Match zwischen Korfu und Atromitos wurden gerade einmal 676 Karten verkauft. Folge: »Wir haben 1500 Spieler in den ersten drei Ligen. Jeden Tag erhalten wir Hunderte Anrufe von Kollegen, die kein Gehalt bekommen haben«, erklärte Stelios Giannakopoulos von der Spielergewerkschaft, »die Situation ist nicht nur schwierig, sie ist dramatisch.«

(sid/jW)

Krise (2)

Dresden. Petrik Sander, Trainer des Viertligisten Carl Zeiss Jena, glaubt nicht an die schnelle Rückkehr eines Ostvereins in die erste Bundesliga. Für ihn liegt der Ostfußball zwar »nicht am Boden, aber er röchelt.« Gründe seien unter anderem fehlende Kontinuität und das Streben nach schnellen Triumphen, meinte Sander bei einer Podiumsdiskussion von MDR Info in Dresden.
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(sid/jW)

Der letzte Schritt

München. Schwule Fußballprofis? Teammanager Oliver Bierhoff erwartet, »daß es nicht ewig lange dauert, bis einer an die Öffentlichkeit gehen wird. Aber wenn du der Erste bist, dann weißt du, daß du durchs Feuer gehen mußt! Es ist der letzte Schritt, den der Fußball in Richtung Normalität gehen muß«, betonte Bierhoff gewohnt martialisch im Bayrischen Rundfunk. Der 44jährige ist »überzeugt, daß wir in der Nationalmannschaft vereint für diesen Spieler da wären und ihn unterstützen würden«.

(sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.11.2012, Seite 16, Sport

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