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Türkei: Hinweise auf Mord an Expräsident

Istanbul. In der Türkei sind angeblich neue Hinweise auf einen Mordanschlag auf den früheren Präsidenten Turgut Özal aufgetaucht. Dessen Sohn Ahmet Özal sagte am Freitag dem türkischen Nachrichtensender NTV, die Behörden hätten ihm gegenüber angedeutet, daß sein Vater 1993 möglicherweise einem Giftanschlag zum Opfer gefallen sei. Özals sterbliche Überreste waren vor einem Monat exhumiert worden und werden seitdem gerichtsmedizinisch untersucht. Die Zeitung Bugün berichtete, die Experten hätten Spuren des Gifts Strychnin gefunden. Das zuständige Institut dementierte dies aber.

Özal war im Jahr 1993 gestorben, offiziell an Herzversagen. Bald nach seinem Tod gab es Spekulationen über einen Mord. Als mögliche Mörder wurden Hardliner im Staatsapparat genannt, die angeblich Bemühungen Özals um eine friedliche Beilegung des Kurdenkonflikts sabotieren wollten. Sonderermittler des Präsidialamts, die vom derzeitigen Präsidenten Abdullah Gül auf den Fall angesetzt worden waren, legten im Juni einen Bericht vor, in dem Özals Tod als »verdächtig« eingestuft wurde. Daraufhin schaltete sich die Staatsanwaltschaft in Ankara ein, die Anfang Oktober die Exhumierung anordnete.


(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.11.2012, Seite 7, Ausland

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