Zum Inhalt der Seite

Argentinien: Zeuge wieder aufgetaucht

Buenos Aires. In Argentinien ist ein wichtiger Zeuge in einem Prozeß um den Mord an einem Linksaktivisten nach 24 Stunden wieder aufgetaucht. Alfonso Severo sei geschlagen worden und stehe unter Schock, sagte sein Sohn Gastón am Donnerstag abend auf einer Pressekonferenz in Buenos Aires. Severo sollte am Donnerstag im Prozeß um den Mord an Mariano Ferreyra aussagen. Das Mitglied der Arbeiterpartei war am 20. Oktober 2010 bei einem Streit mit Gewerkschaftern erschossen worden. Der Hauptverdächtige ist der frühere Vorsitzende der Bahnarbeitergewerkschaft, José Pedraza. Am Donnerstag demonstrierten mehrere Hundert Menschen im Zentrum der Hauptstadt. Die Politikerin Vilma Ripoll warf der Polizei und der Gewerkschaft vor, hinter der Entführung des Zeugen zu stehen. Demnach wollte Severo bei der Verhandlung am Donnerstag über die Verbindungen der Gewerkschaft und der Polizei aussagen. (AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 06.10.2012, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!