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Gentechnikgegner aus Haft entlassen

Berlin. Ein Gentechnikgegner ist nach 23 Tagen Erzwingungshaft am Freitag aus der Berliner Justizvollzugsanstalt Plötzensee entlassen worden. Der 34jährige war wegen der Zerstörung von Maispflanzen der genmanipulierten Sorte MON810 im bayerischen Kitzingen 2008 zu einer Geldstrafe verurteilt worden (siehe jW vom 30.8.), hatte es aber prinzipiell abgelehnt, diese zu zahlen, da der Staat die Gentechnikforschung trotz der Risiken weiter fördere. Bei seiner Entlassung kritisierte er das Justizsystem: »Gefängnis ist nicht Resozialisierung, sondern Rache am Gefangenen«.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.09.2012, Seite 4, Inland

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