-
19.09.2012
- → Ausland
Pennsylvania lehnt Gnadengesuch ab
Washington. Rund zwei Wochen vor der geplanten Hinrichtung des 46jährigen Terry Williams hat die US-Justiz am Montag ein Gnadengesuch des Todeskandidaten abgelehnt. Der Gnadenausschuß des US-Bundesstaats Pennsylvania setzte sich mit seiner Entscheidung über Proteste der Europäischen Union und von mehr als 150 ehemaligen Staatsanwälten, Richtern, Rechtsprofessoren und früheren Geschworenen hinweg. Williams, der 24 Jahre im Todestrakt verbrachte, war in seiner Kindheit Opfer sexuellen Mißbrauchs und wurde wegen der Ermordung zweier seiner mutmaßlichen Peiniger zum Tod verurteilt. Den ersten Mord verübte Williams in den 1980er Jahren im Alter von 17 Jahren, den zweiten dreieinhalb Monate, nachdem er volljährig geworden war. Wäre er bei der zweiten Tat auch noch minderjährig gewesen, hätte er nicht zum Tod verurteilt werden können. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland