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Tote bei Anschlägen in Nigeria

Kaduna. Bei Anschlägen auf christliche Kirchen und anschließenden Unruhen im Norden Nigerias am Sonntag sind jüngsten Angaben zufolge mindestens 45 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden. Die Opferzahl könne weiter steigen, sagte ein Verantwortlicher der Rettungskräfte am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Am Sonntag waren im Bundesstaat Kaduna innerhalb von einer Stunde Anschläge auf drei Kirchen verübt worden. Daraufhin kam es an verschiedenen Orten zu Protesten und gewalttätigen Ausschreitungen christlicher Jugendlicher gegen Muslime. Ein Behördensprecher berichtete von regelrechten »Gewaltorgien«. Über Kaduna wurde eine 24stündige Ausgangssperre verhängt. Am Montag bekannte sich die islamistische Sekte Boko Haram in einer an die Nachrichtenagentur AP geschickten E-Mail zu früheren Anschlägen. Boko Haram sei für landesweite Anschläge während des ersten und zweiten Juniwochenendes verantwortlich, hieß es in der Stellungnahme. Zu den Anschlägen vom Sonntag bekannte sich die Gruppe jedoch nicht.

(AFP/dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.06.2012, Seite 6, Ausland

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