Zum Inhalt der Seite

Hartz-IV-Bezieherinnen sollen Kinder betreuen

Berlin. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will Hartz-IV-Bezieherinnen zu Kita-Betreuerinnen ausbilden lassen. Nach einem am Sonntag veröffentlichten Vorabbericht des Magazins Focus bat die Ministerin den Chef der Bundesagentur für Arbeit, Hans-Jürgen Weise, zu prüfen, ob rund »5000 Personen aus dem Rechtskreis SGB II und SGB III«, also größtenteils Hartz-IV-Bezieher, zu Erziehern weitergebildet werden könnten. Geeignete Kandidaten würden demnach eine Ausbildung an Fachschulen absolvieren.

Laut einer Vereinbarung von Bund, Ländern und Kommunen, muß bis Mitte 2013 für 750000 Kinder unter drei Jahren ein Betreuungsangebot geschaffen werden. Dafür fehlen derzeit noch rund 14000 Erzieherinnen und 16000 Tagesmütter. (AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 04.06.2012, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!