-
30.05.2012
- → Ausland
Entschuldigung für Tiananmen-Massaker
Hongkong. Der frühere Bürgermeister von Peking, Chen Xitong, hat sich für die blutige Niederschlagung der Menschenrechtsproteste auf dem Tiananmen-Platz im Jahr 1989 entschuldigt. »Niemand hätte am 4. Juni sterben müssen, wenn richtig mit dem Vorfall umgegangen worden wäre«, wird Chen in dem Buch »Gespräche mit Chen« zitiert, das am Freitag in Hongkong erscheinen wird. Der damalige Bürgermeister soll sich für den Einsatz der Armee ausgesprochen und gegenüber Staatschef Deng Xiaoping das Ausmaß der Proteste übertrieben haben.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland