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Berlins Piratenchef zurückgetreten

Berlin. Der Chef der Berliner Piratenpartei, Hartmut Semken, ist nach nicht einmal drei Monaten im Amt zurückgetreten. Das teilten die Berliner Piraten am Mittwoch auf ihrer Webseite mit und nannten als Grund einen Streit mit dem Landesvorstand über Pressekontakte des Vorsitzenden. Semken legte den Angaben zufolge in der Nacht zu Mittwoch sein Amt nieder, nachdem es zu dem Streit mit dem Landesvorstand gekommen war. »Hartmut hätte nicht unabgesprochen während der nichtöffentlichen Vorstandssitzung mit der Presse kommunizieren sollen«, heißt es in der Piraten-Stellungnahme. Um sein Verhalten zu kaschieren, habe Semken behauptet, die betreffende Mail an den Spiegel erst nach der Sitzung verschickt zu haben. Als dies widerlegt worden sei, sei er zurückgetreten. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.05.2012, Seite 5, Inland

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