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Lebenslänglich für Mord an Kurdin

Detmold. Das Landgericht Detmold hat einen Bruder der entführten und getöteten Kurdin Arzu Özmen am Mittwoch wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt, wie die Neue Westfälische Zeitung berichtete. Der 22jährige Osman hatte die tödlichen Schüsse gestanden. Gegen zwei Geschwister der 18jährigen verhängte das Gericht Haftstrafen von zehn Jahren wegen Geiselnahme sowie Beihilfe zum Mord. Zwei weitere müssen wegen Geiselnahme für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis.

Die Frauenrechtsorganisationen Terre des Femmes (TdF) begrüßte das Urteil. TdF-Aktivistinnen hatten am Mittwoch vor dem Gericht erneut gefordert, es dürfe bei Taten dieser Art »keine kulturelle Toleranz« geben. In der Vergangenheit waren bei Verhandlung ähnlicher Verbrechen vor deutschen Gerichten teilweise eher milde Strafen ergangen. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.05.2012, Seite 15, Feminismus

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