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Österreich hängt Luxemburg ab

Kopenhagen. Eklat in Kopenhagen: Die österreichische Finanzministerin Maria Fekter hat am Freitag den Deal zur Stärkung des sogenannten Euro-Rettungsschirms noch vor dem Ende des Treffens ausgeplaudert. Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker sagte daraufhin seine Pressekonferenz ab. »Das macht keinen Sinn mehr«, sagte der Luxemburger verschnupft, weil Frau Fekter schon alles bekanntgegeben habe. Laut Diplomatenkreisen war Juncker empört über das Vorpreschen der Österreicherin. Deren Pressebriefing über das Treffen sei »ein klarer Verstoß gegen das Protokoll«.

Bei dem Treffen in Kopenhagen hatte die Euro-Gruppe am Freitag um eine gemeinsame Lösung für die Aufstockung der Rettungsfonds gerungen. Frankreich konnte sich zunächst mit seiner Forderung nach einem Billionen-Schutzschirm nicht durchsetzen. »Davon sind wir ein Stück weit entfernt«, sagte Juncker am Nachmittag in der dänischen Hauptstadt. Dort trafen sich die Finanzminister der Währungsunion, um nach monatelangem Gezerre die Stärkung ihrer »Brandschutzmauern« und Fach zu bringen. (Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 31.03.2012, Seite 9, Kapital & Arbeit

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