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Doping: »Erfurt darf nicht im Sande verlaufen«

Köln. In der Affäre um den Erfurter Mediziner Andreas Franke hat die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) betont, »unbeirrt ihren Weg« gehen zu wollen. Sollten die beiden Musterprozesse gegen zwei Patienten Frankes, eine Eisschnelläuferin und einen Radsportler, vor der Deutschen Institution für Schiedsgerichtsbarkeit mit Freisprüchen enden, »könnte danach der Gang vor den internationalen Sportgerichtshof CAS anstehen, da die Welt-Anti-Doping Agentur eine vergleichbare Rechtsauffassung vertritt wie die NADA«, heißt es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Am Mittwoch hatte der Sportausschuß des Bundestages zu der Sache getagt. Die Ausschußvorsitzende Dagmar Freitag (SPD) geht im Gegensatz zu ihren Unionskollegen fest von einem Dopingvergehen aus: »Im ersten Schritt ist die NADA die maßgebliche Instanz, sie entscheidet, ob ein Verfahren eingeleitet wird. Sie hat ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, das Ende Mai vorliegen und die verbliebenen juristischen Fragen endgültig klären soll. Wir werden das Handeln der NADA sehr genau beobachten. Erfurt kann und darf nicht im Sande verlaufen.«

(sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.03.2012, Seite 16, Sport

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