Zum Inhalt der Seite

Regierung ignoriert Frauenaltersarmut

Berlin. Politische Konsequenzen aus der kürzlich veröffentlichten Studie zur drohenden Altersarmut vieler Frauen der »Babyboomer«-Generation (siehe dazu jW vom 27.1.) wird es nicht geben. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage der Linksfraktion hervor, wie deren frauenpolitische Sprecherin Yvonne Ploetz am Mittwoch mitteilte. Die Bundesregierung begründet ihr Nichthandeln unter anderem damit, daß niedrige Anwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung nur beschränkte Aussagekraft in bezug auf Altersarmut hätten. Das Nettoeinkommen müsse im »Haushaltskontext« gesehen werden. Ploetz erklärte dazu, die Studie belege gerade, daß Frauen heute vielfach eben nicht mehr über ihren Ehemann abgesichert sind. (jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 17.02.2012, Seite 15, Feminismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!