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Athen: Massenprotest gegen Etatkürzungen

Athen. Vor der entscheidenden Abstimmung im griechischen Parlament über das neue Kürzungsprogramm haben sich in Athen rund 25 000 Demonstranten zu einer Protestkundgebung versammelt. Die Polizei setzte vor dem Parlamentsgebäude am Sonntag nachmittag Tränengas ein. Gruppen von Demonstrationsteilnehmern versuchten, die Polizeiketten zu sprengen, die das Haus am Syntagma-Platz abschirmten.

Die Abgeordneten sollten am Abend oder in der Nacht über die Streichungen im Etat abstimmen, die Athen von den internationalen Geldgebern auferlegt wurden. Diese verlangen unter anderem Massenentlassungen im öffentlichen Dienst sowie erhebliche Kürzungen beim Mindestlohn.

»2020 werden wir zu Sklaven der Deutschen geworden sein«, sagte der 49jährige Ingenieur Andréas Maragoudakis gegenüber AFP unter Hinweis auf die zentrale Rolle der BRD bei den Forderungen zur Sanierung des griechischen Staatshaushalts. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.02.2012, Seite 1, Ausland

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