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Fußball: Aus dem Stadion

Berlin. In der Hauptstadt stieg bei sibirischen Außentemperaturen am Sonnabend nachmittag der Bundesliga-Klassiker Hertha gegen HSV. Den am Ende die Hamburger mit 2:1 gewannen, und zwar verdient. Nicht nur wegen der in der Tat unterirdischen Leistung der Herthaner, sondern auch wegen gewisser Umstände, die eine Form von Wiedergutmachung einfach herausforderte. So standen manche Gästefans mehr als eine halbe Stunde lang an den Eingangsschaltern zum Stadion an. Der Sicherheitswahn treibt so manche Blüten; beim Hauptstadtklub sieht man sich nicht einmal in der Lage, die Körperabtaster und Taschennachgucker auf eine gewisse angemessene Geschwindigkeit zu bringen. Oder halt für genügend Personal zu sorgen – wenn dieser ganze Flughafenquatsch denn unbedingt sein muß. Plastiksprengstoff und Handfeuerwaffen hatte übrigens eh niemand mitgebracht, warum auch. Es geht doch nur um Fußball. Ein, zwei Böller wurden in der Gäste-Fankurve übrigens trotzdem gezündet. Verletzte gab es natürlich keine. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.01.2012, Seite 16, Sport

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