-
29.11.2011
- → Betrieb & Gewerkschaft
Porsche und die Nazis
»Ferdinand Porsche – genialer Techniker oder Kriegsverbrecher?« lautet der Titel einer Konferenz, die die Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen in Kooperation mit dem Zentrum für demokratische Bildung und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten am kommenden Sonnabend in Wolfsburg durchführt. Vor Jahren sei in der Stadt eine intensive Debatte um die Rolle von Porsche im Naziregime geführt worden, doch mittlerweile sei es wieder still geworden um seine Person, heißt es in der Veranstaltungsankündigung. »Aber die Straße, die Schule und vieles mehr heißen immer noch nach ihm. Weil inzwischen eine neue Generation herangewachsen ist, muß diese Diskussion wieder neu geführt werden.«
Auf dem Programm stehen unter anderem die Vorführung des Films »Wie aus der KdF-Stadt Wolfsburg wurde« von Achilles Franke, ein Vortrag des Publizisten Otto Köhler über das Thema »Das Volkswagenprojekt, Porsche und der Nationalsozialismus« sowie eine Diskussion über »Die Bearbeitung des Porsche-Komplexes in der Nachkriegszeit«, u.a. mit mit Mechthild Hartung von der VVN-BdA, dem ehemaligen Wolfsburger Pfarrer Hartwig Hohnsbein, der früheren Grünen-Ratsfrau Betty Rannenberg und Linken-Ratsfrau Pia Zimmermann.Samstag, 3. Dezember, 15.30 bis 20 Uhr, im Treffpunkt am Markt, Wolfsburg-Westhagen, Jenaer Str. 39a
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!