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Ost-Rentenansprüche in Gefahr

Berlin. Zehntausenden Ostdeutschen droht der Verlust von Rentenansprüchen. Grund ist die geplante Vernichtung von Lohnunterlagen aus ehemaligen Treuhand-Betrieben ab 2012. Damit könnten nach Informationen der Nachrichtenagentur dapd bis zu 200000 sogenannte Kontenklärungen offen bleiben. Eine Digitalisierung der gesammelten Akten rechne sich aus Kostengründen nicht, hieß es. Bislang werden die Unterlagen in einem Sicherheitsarchiv bei Berlin gelagert. Dabei handelt es sich um Geschäftsunterlagen ehemaliger DDR-Betriebe, die von der Treuhand abgewickelt worden sind. Wer nicht mehr nachweisen kann, wie hoch seine Bezüge in der damaligen DDR waren, bislang noch auf diese archivierten Unterlagen zurückgreifen.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.11.2011, Seite 2, Inland

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