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08.11.2011
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BND kannte Rauffs Vergangenheit
Berlin. Die Gründungsgeschichte des Bundesnachrichtendienstes (BND) soll nach einem Beschluß der Bundesregierung von einer unabhängigen Historikerkommission erforscht werden. Das teilte die Regierungspressestelle am Montag mit. In diesem Rahmen werde der BND seine Verbindungen zu ehemaligen Angehörigen des »NS-Unterdrückungsapparates unter Berücksichtigung rechtlicher Vorgaben offenlegen«, schrieb die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke. Demnach war beispielsweise der Nazikriegsverbrecher Walther Rauff von 1958 bis 1962 als »nachrichtendienstliche Verbindung« für den BND tätig. Über seine Vergangenheit habe der BND von Beginn an Kenntnis gehabt, schreibt die Regierung in ihrer Antwort.
(jW)
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