-
27.10.2011
- → Inland
Castor: Hannover rechnet mit Klagen
Hannover. Das Umweltministerium in Hannover rechnet mit juristischen Schritten gegen eine Zustimmung zum nächsten Castortransport nach Gorleben. Über die Beförderungsentscheidung hoffe Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) das Landeskabinett am nächsten Dienstag (1.11.) informieren zu können, sagte dessen Sprecherin am Mittwoch. »Wir gehen davon aus, daß es dazu Klagen geben wird; die Entscheidung muß absolut wasserdicht sein«, fügte sie hinzu. Es wird erwartet, daß Sander dem Transport die Zustimmung erteilt. Nach der Ermittlung erhöhter Strahlenwerte am Zwischenlager Gorleben waren dort Behälter umgeräumt worden und das Ministerium hatte neue Messungen in Auftrag gegeben. Diese hatten zum Ergebnis, daß der Strahlengrenzwert von 0,3 Millisievert jährlich doch nicht überschritten wird, wenn weitere Castoren nach Gorleben gebracht werden. Nur bei Einhaltung des Wertes darf das Ministerium der Einlagerung weiterer Behälter mit radioaktivem Müll zustimmen. Atomkraftgegner wollen am Samstag den Protest gegen den Transport einläuten. (dapd/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland