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Paris und Brüssel vor Dexia-Aufspaltung

Paris. Frankreich und Belgien haben am Mittwoch die Aufspaltung der angeschlagenen Großbank Dexia vorbereitet, die sie vor drei Jahren mit einer Milliardenhilfe gerettet hatten. Die belgische Regierung kündigte die Gründung einer Bad Bank an, in der die riskanten Wertpapiere ausgelagert werden sollen. Die französische Regierung bemühte sich ihrerseits, die Dexia-Kredite für die Kommunen zwei staatlichen Banken zu übertragen.

De facto soll das französisch-belgische Geldinstitut wieder in einen französischen und einen belgischen Teil aufgespalten werden. Die belgische Regierung kündigte in der Nacht zu Mittwoch an, daß faule Wertpapiere über 95 Milliarden Euro in die Bad Bank ausgelagert werden. Frankreich und Belgien garantieren für diesen »Anlageschrott«, was insbesondere für die französische Regierung eine zusätzliche Belastung bedeutet. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.10.2011, Seite 9, Kapital & Arbeit

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