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Großbank Credit Suisse kauft sich frei

Düsseldorf/Genf. Die Schweizer Großbank Credit Suisse (CS) zahlt 150 Millionen Euro. Damit wird ein Schlußpunkt unter die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Düsseldorf wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung gesetzt. In der Summe enthalten sind eine Unternehmensbuße und Geldauflagen für neun Mitarbeiter des Geldkonzerns, wie die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte. Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hatte im März 2010 Ermittlungen gegen 1100 CS-Kunden wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung sowie gegen Mitarbeiter der Bank wegen Beihilfe dazu aufgenommen. Sie beruhten auf einer Steuer-CD, die das Land Nordrhein-Westfalen für 2,5 Millionen Euro von einem Informanten gekauft hatte. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatten die CS-Kunden insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro in der Schweiz angelegt.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.09.2011, Seite 9, Kapital & Arbeit

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