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Argentinien hat keine Eile

Buenos Aires. Nach langer Pause sieht Argentinien keine Eile für eine Rückkehr an die globalen Kreditmärkte. Zehn Jahre nach dem Zahlungsausfall würde das Land dann erstmals wieder Anleihen an internationale Investoren verkaufen. Finanzminister Hernan Lorenzino sagte der Zeitung Miradas al Sur vom Sonntag, die Regierung sei auf die Märkte nicht angewiesen. Zur gegebener Zeit werde sie sich für die beste Option entscheiden. Argentinien könne erneut auf seine Fremdwährungsreserven zurückgreifen, um die Schulden zu bezahlen.

Zudem schloß er aus, daß sich etwas am kühlen Verhältnis des Landes zum IWF etwas ändern werde. Das Verhältnis sei »technisch«, »wir schulden ihnen nichts«, sagte er. Ende 2005 hatte das Land seine gesamten Schulden beim IWF vorzeitig bezahlt.

Die drittgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas sieht Lorenzino in robuster Verfassung. Notpläne gegen eine weltweite Wirtschaftskrise seien nicht erforderlich. Argentinien war 2002 unter einer Schuldenlast von rund 100 Milliarden Dollar zahlungsunfähig geworden.

(reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.09.2011, Seite 9, Kapital & Arbeit

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