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Berlin: Geständige U-Bahn-Schläger

Berlin. Mit einem Geständnis der beiden 18jährigen Angeklagten hat am Dienstag in Berlin der Prozeß um eine brutale Prügelattacke in einer U-Bahnstation begonnen. Der Hauptangeklagte Torben P. gab zu, einen 29jährigen im April mit Tritten gegen den Kopf schwer verletzt zu haben. Nach seinen Angaben kann er sich wegen massiven Alkoholkonsums jedoch nicht mehr genau an die Tat erinnern.

Die Staatsanwaltschaft legt dem Schüler versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung zur Last. Er soll sein Opfer im U-Bahnhof Friedrichstraße zunächst eine teilweise gefüllte Hartplastikflasche ins Gesicht geschlagen und dem am Boden liegenden Mann anschließend heftige Tritte gegen den Kopf versetzt haben, die zu schweren Verletzungen führten. Mitangeklagt ist der ebenfalls 18jährige Nico A. Ihm wird unterlassene Hilfeleistung und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Er soll Torben P. nicht an der Gewalttat gehindert haben. Außerdem sollen die beiden jungen Männer einen Passanten, der eingreifen wollte, ebenfalls verletzt haben. (AFP/jW)
junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.08.2011, Seite 5, Inland

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