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Laumann will ­Lohnangleichung

Frankfurt/Main. Zeitarbeiter in Jobs für Geringqualifizierte sollen nach Vorstellung des CDU-Sozialflügels spätestens nach einem Monat wie die Stammbelegschaft bezahlt werden. Der Zeitpunkt für das sogenannte »Equal Pay«, also gleicher Lohn für gleiche Arbeit, müsse davon abhängen, wie anspruchsvoll die Arbeit ist, begründete der Vorsitzende der CDU-Sozialausschüsse, Karl-Josef Laumann, seine Forderung in der Frankfurter Rundschau (Samstagausgabe). Beschäftigte könnten in einfache Tätigkeiten in vier Wochen eingewiesen werden, »bei komplizierten Jobs braucht man ein bißchen länger«. Die CDU dürfe nicht zulassen, daß Leihbeschäftigte dieselbe Arbeit machen wie Stammbelegschaften und trotzdem ein Drittel weniger verdienten, sagte Laumann. Der Sozialpolitiker forderte überdies, daß auch für Frauen das Prinzip »Gleicher Lohn für gleiche Arbeit« gelten müsse.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.08.2011, Seite 9, Kapital & Arbeit

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