Zum Inhalt der Seite

Mordvorwurf in Guantánamo

Washington. Die Familien von zwei im US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba tot aufgefundenen Insassen haben Berufung gegen die Abweisung ihrer Klage gegen den früheren Verteidigungsminister Donald Rumsfeld eingelegt. Die Angehörigen des saudischen Staatsbürgers Jasser Al-Sahrani und des Jemeniten Salah Al-Salami bestreiten demnach die Version der US-Regierung, wonach die beiden Männer im Jahr 2006 Selbstmord begingen. Sie hätten neue Hinweise dafür, daß die beiden Männer zu Tode gefoltert worden seien. Dazu gehörten Aussagen von vier US-Soldaten, die in der Nacht vom 9. zum 10. Juni 2006 Zeugen der Ereignisse gewesen seien.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 15.06.2011, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!