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Fiat übernimmt Macht bei Chrysler

Washington. Chrysler hat mal wieder einen Haupteigner: Zwei Jahre nach der Rettung des US-Autobauers übernimmt der italienische Partner Fiat die Mehrheit. Der Staat, der Chrysler in der Wirtschaftskrise mit Milliarden unter die Arme griff, verkauft seine restlichen Anteile an Fiat, wie das US-Finanzministerium am Donnerstag mitteilte. Unterm Strich steht ein hoher Verlust für den Steuerzahler – dennoch sei die Hilfe für Chrysler laut Regierung richtig gewesen.

Der kleinste der drei US-Autokonzerne war durch die Insolvenz gegangen und hatte für den Neuanfang 12,5 Milliarden Dollar (8,7 Milliarden Euro) Hilfe vom Staat bekommen. Gleichzeitig stieg der ebenfalls angeschlagene italienische Hersteller Fiat mit damals 20 Prozent ein und übernahm die Managementverantwortung. In mehreren Schritten stockte Fiat seine Beteiligung auf zuletzt 46 Prozent auf. Nun bekommt der italienische Konzern die restlichen sechs Prozent, die der Staat noch an Chrysler hielt. Insgesamt fließen nach Angaben des US-Finanzministeriums 11,2 Milliarden Dollar an den Staat zurück – es bleibt also ein Fehlbetrag von 1,1 Milliarden. Von 1998 bis 2007 war Chrysler eine Tochter des deutschen Daimler-Konzerns.


(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.06.2011, Seite 9, Kapital & Arbeit

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