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Ouri-Jalloh-Prozeß wird fortgesetzt

Magdeburg/Dessau. Mit einer Begehung des Polizeireviers Dessau-Roßlau geht der neu aufgerollte Prozeß um den in Polizeigewahrsam verstorbenen Asylbewerber Ouri Jalloh am Donnerstag in die nächste Runde. Es soll geklärt werden, warum der angeklagte Polizist, der damals als Dienstgruppenleiter in der Wache eingesetzt war, dem verbrennenden Jalloh nicht schnell genug zur Hilfe kam, wie ein Sprecher des Gerichts am Mittwoch in Magdeburg sagte. Der Flüchtling aus Sierra Leone war am 7. Januar 2005 bei einem Brand in seiner Zelle gestorben. Jalloh soll die Matratze, auf der er an Händen und Füßen gefesselt war, selbst mit einem Feuerzeug angezündet haben. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 05.05.2011, Seite 5, Inland

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