-
05.05.2011
- → Inland
Ouri-Jalloh-Prozeß wird fortgesetzt
Magdeburg/Dessau. Mit einer Begehung des Polizeireviers
Dessau-Roßlau geht der neu aufgerollte Prozeß um den in
Polizeigewahrsam verstorbenen Asylbewerber Ouri Jalloh am
Donnerstag in die nächste Runde. Es soll geklärt werden,
warum der angeklagte Polizist, der damals als Dienstgruppenleiter
in der Wache eingesetzt war, dem verbrennenden Jalloh nicht schnell
genug zur Hilfe kam, wie ein Sprecher des Gerichts am Mittwoch in
Magdeburg sagte. Der Flüchtling aus Sierra Leone war am 7.
Januar 2005 bei einem Brand in seiner Zelle gestorben. Jalloh soll
die Matratze, auf der er an Händen und Füßen
gefesselt war, selbst mit einem Feuerzeug angezündet haben.
(dapd/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland