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05.05.2011
- → Inland
Datenschützer kritisiert Zensus
Hamburg. Kurz vor dem Start der Volkszählung, dem sogenannten
Zensus 2011, hat der Datenschutzbeauftragte der Bundesregierung,
Peter Schaar, Zweifel an dem Aufwand für die Befragung
geäußert. »Ob sich die hohen Kosten für den
Zensus rechnen, werden wir wohl erst dann wissen, wenn die
Ergebnisse vorliegen«, sagte Schaar dem Hamburger Abendblatt
vom Mittwoch. Er kritisierte zudem eine Frage nach der Religion in
dem Zensus-Fragebogen. Ab Montag werden im Rahmen des Zensus 2011
rund 7,9 Millionen zufällig ausgewählte Bürger mit
46 Fragen zu ihrer Lebens- und Erwerbssituation oder ihrem
Bildungsstand ausgehorcht.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
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