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Rechte Musikszene in Niedersachsen

Hannover. Die Linkspartei im niedersächsischen Landtag hat ein härteres Vorgehen gegen die Veranstalter von Neonazikonzerten gefordert. Wie aus der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage ihrer Fraktion hervorgeht, registrierte die Polizei im Jahr 2010 sieben von Rechten organisierte Musikveranstaltungen in Niedersachsen mit insgesamt 1420 Teilnehmern. Damit stieg deren Zahl gegenüber dem Vorjahr um 600 an. »Die Besucher kommen aus ganz Deutschland. Niedersachsen scheint sich zum bundesweiten Dreh- und Angelpunkt der neonazistischen Musikszene zu entwickeln«, erklärte die innenpolitische Sprecherin der Fraktion, Pia Zimmermann, am Dienstag. Sie kritisierte, daß keines der Konzerte von den Sicherheitsbehörden beendet worden ist.

Dort »werden verfassungsfeindliche, rassistische und gewaltverherrlichende Texte verbreitet. Grund genug, um dagegen entschieden vorzugehen.«

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.04.2011, Seite 15, Antifaschismus

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