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BA erwartet jährlich 140000 Osteuropäer

Düsseldorf. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) erwartet nach der Anfang Mai in Kraft tretenden Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für Beschäftigte aus den neuen EU-Staaten jährlich etwa 140000 Zuwanderer aus Osteuropa. »In Grenzregionen zu Polen, Tschechien und Slowenien werden deutsche Arbeitnehmer sich auf schärferen Wettbewerb einstellen müssen«, sagte der Chef der Bundesagentur, Frank-Jürgen Weise, der in Düsseldorf erscheinenden Rheinischen Post (Samstagausgabe). Vor allem in der Zeitarbeit werde der Druck auf die Löhne steigen. »Zeitarbeitsfirmen aus dem Baltikum stehen bereits in den Startlöchern.« Allerdings sei Deutschland »weniger attraktiv, als viele glauben. Junge, gut ausbildete Osteuropäer gehen oft lieber nach England, wo sie auch geringere Sprachprobleme haben«, sagte Weise.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.04.2011, Seite 9, Kapital & Arbeit

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