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09.04.2011
- → Feuilleton
Zuschuß und Beleg
Am Mittwoch präsentierte die Rundfunk Orchester und Chöre
GmbH (ROC) in Berlin nüchterne Zahlen: 2010 zählten das
Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO), das
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, der Rundfunkchor Berlin und der
RIAS-Kammerchor zusammen 304000 zahlende Besucher. Bei
jährlichen Zuschüssen von 34 Millionen Euro zahlen die
Gesellschafter Deutschlandradio, Bundesrepublik, Land Berlin und
RBB für jeden Platz 111,68 Euro. Nimmt man den Anteil Berlins
von 7,1 Millionen Euro für sich allein, so gibt das Land
für jeden der 113087 Berliner Besucher 62,72 Euro je Sitzplatz
aus. Mit 54 Konzerten in Berlin und 71530 Besuchern erreichte
allein das DSO eine Auslastung von 81 Prozent. Der Kartenverkauf
erbrachte 1,26 Millionen Euro, Gastspiele im In- und Ausland
weitere 44388 Besucher und Erlöse von 1,68 Millionen, also
insgesamt 3,07 Millionen Euro. Der Wirtschaftsplan wurde um 30
Prozent übererfüllt. Für die Konzerte in Berlin
zahlte das Land je Karte 32,45 Euro Zuschuß.
Mit diesen Zahlen wehren sich das Orchester und seine Dachgesellschaft gegen Behauptungen im Tagesspiegel vom 30. März (unter Berufung auf die Senatskanzlei), die Rundfunkorchester und -chöre hätten 2010 je zahlenden Besucher 299,31 Euro und damit die höchsten Zuschüsse erhalten. »Wir Kulturschaffenden bestehen darauf, daß wir gut mit dem Geld umgehen. Das können wir eindeutig belegen«, sagte Orchestermanager Sebastian König. (ssch)
Mit diesen Zahlen wehren sich das Orchester und seine Dachgesellschaft gegen Behauptungen im Tagesspiegel vom 30. März (unter Berufung auf die Senatskanzlei), die Rundfunkorchester und -chöre hätten 2010 je zahlenden Besucher 299,31 Euro und damit die höchsten Zuschüsse erhalten. »Wir Kulturschaffenden bestehen darauf, daß wir gut mit dem Geld umgehen. Das können wir eindeutig belegen«, sagte Orchestermanager Sebastian König. (ssch)
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