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Zuschuß und Beleg

Am Mittwoch präsentierte die Rundfunk Orchester und Chöre GmbH (ROC) in Berlin nüchterne Zahlen: 2010 zählten das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO), das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, der Rundfunkchor Berlin und der RIAS-Kammerchor zusammen 304000 zahlende Besucher. Bei jährlichen Zuschüssen von 34 Millionen Euro zahlen die Gesellschafter Deutschlandradio, Bundesrepublik, Land Berlin und RBB für jeden Platz 111,68 Euro. Nimmt man den Anteil Berlins von 7,1 Millionen Euro für sich allein, so gibt das Land für jeden der 113087 Berliner Besucher 62,72 Euro je Sitzplatz aus. Mit 54 Konzerten in Berlin und 71530 Besuchern erreichte allein das DSO eine Auslastung von 81 Prozent. Der Kartenverkauf erbrachte 1,26 Millionen Euro, Gastspiele im In- und Ausland weitere 44388 Besucher und Erlöse von 1,68 Millionen, also insgesamt 3,07 Millionen Euro. Der Wirtschaftsplan wurde um 30 Prozent übererfüllt. Für die Konzerte in Berlin zahlte das Land je Karte 32,45 Euro Zuschuß.

Mit diesen Zahlen wehren sich das Orchester und seine Dachgesellschaft gegen Behauptungen im Tagesspiegel vom 30. März (unter Berufung auf die Senatskanzlei), die Rundfunkorchester und -chöre hätten 2010 je zahlenden Besucher 299,31 Euro und damit die höchsten Zuschüsse erhalten. »Wir Kulturschaffenden bestehen darauf, daß wir gut mit dem Geld umgehen. Das können wir eindeutig belegen«, sagte Orchestermanager Sebastian König. (ssch)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.04.2011, Seite 13, Feuilleton

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