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Abbas kündigt Besuch im Gazastreifen an

Ramallah/Gaza. Nach einer Einladung von Hamas-Führer Ismail Hanija hat der palästinensische Präsident Mahmud Abbas am Mittwoch eine Reise in den Gazastreifen in der nahen Zukunft angekündigt. Am Dienstag hatten erstmals Zehntausende Palästinenser in Gaza und im Westjordanland gegen die Spaltung des Volkes demonstriert. Die Fatah von Abbas kontrolliert das Westjordanland, die rivalisierende Hamas herrscht im Gazastreifen. Abbas sagte, er sei schon »morgen« bereit, den Küstenstreifen zu besuchen, um eine Versöhnung der zerstrittenen Palästinenserfraktionen herbeizuführen. Abbas’ Sprecher Nabil Abu Rudeinah erklärte am Mittwoch, der Präsident wolle sich mit Hanija und den anderen Kräften in Gaza auf eine Übergangsregierung einigen. Diese solle binnen sechs Monaten Neuwahlen vorbereiten. Abbas erklärte erneut, er wolle bei den kommenden Präsidentschaftswahlen nicht wieder kandidieren. Am Dienstag hatte Ismail Hanija als Chef der Hamas-Regierung im Gazastreifen, Abbas zu einem »umfassenden nationalen Dialog« aufgerufen. Ziel müßten ernsthafte Gespräche über eine »nationale Versöhnung« sein.

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen kamen am Mittwoch mindestens zwei Palästinenser ums Leben. Drei weitere Menschen wurden nach Angaben eines Kranken­haussprechers in Gaza verletzt.


(dpa/AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.03.2011, Seite 2, Ausland

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