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USA orakeln über ihre Ölreserven

Washington/Berlin. Zur Dämpfung des Ölpreises sollen die Industriestaaten nach Ansicht der USA im Notfall ihre Reservevorräte anzapfen. Sollten die Unruhen im Nahen Osten und hier besonders beim wichtigen Öllieferanten Libyen länger anhalten, sei dies ein wünschenswerter Schritt, sagte US-Finanzminister Timothy Geithner am Donnerstag (Ortszeit) vor dem Senat. Er signalisierte zwar keine kurzfristige Entscheidung dafür, die Reserven anzugreifen. Die USA machen sich aber offenbar zunehmend Sorgen darum, daß hohe Energiekosten die Inflation antreiben und den ohnehin schwachen Aufschwung gefährden könnten.

Andere Industriestaaten reagierten zunächst nicht auf den Vorschlag. Am Freitag kostet Öl der Nordseesorte Brent pro Faß (159 Liter) rund 116 US-Dollar. Die US-Referenzsorte WTI wurde mit rund 103 Dollar pro Faß gehandelt.

(Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 05.03.2011, Seite 9, Kapital & Arbeit

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