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Bloß keinen Supermarkt

Das DDR-Museum in Burg im Spreewald muß im Herbst ins knapp zehn Kilometer entfernte Vetschau umziehen. Das Areal der früheren DDR-Produktionsgenossenschaft des Handwerks, welches das Museum bisher gepachtet hatte, hat nach Angaben der Leiterin Anja Urban vom Dienstag einen neuen Eigentümer, der Einfamilienhäuser bauen lassen will. Die geplante Errichtung eines Einkaufsmarktes auf dem Gelände hatte die Gemeinde wegen eines Überangebots an Supermärkten abgelehnt. Ende Oktober sollen die gut 10000 Exponate ins kleinere Domizil in Vetschau transportiert werden, das früher von der Bäuerlichen Handelsgenossenschaft benutzt wurde. Die Wiedereröffnung des Museums ist für Januar 2012 geplant. Die Exposition, zu der ein Kindergarten und ein Klassenzimmer, Alltags- und Militärfahrzeuge sowie die Originaltür der Cottbuser Zuchthauszelle des Leichenpräparators Gunther von Hagens gehören, soll in Vetschau um Originalteile aus dem abgerissenen Palast der Republik in Berlin ergänzt werden.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.02.2011, Seite 12, Feuilleton

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