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23.02.2011
- → Feuilleton
Bloß keinen Supermarkt
Das DDR-Museum in Burg im Spreewald muß im Herbst ins knapp
zehn Kilometer entfernte Vetschau umziehen. Das Areal der
früheren DDR-Produktionsgenossenschaft des Handwerks, welches
das Museum bisher gepachtet hatte, hat nach Angaben der Leiterin
Anja Urban vom Dienstag einen neuen Eigentümer, der
Einfamilienhäuser bauen lassen will. Die geplante Errichtung
eines Einkaufsmarktes auf dem Gelände hatte die Gemeinde wegen
eines Überangebots an Supermärkten abgelehnt. Ende
Oktober sollen die gut 10000 Exponate ins kleinere Domizil in
Vetschau transportiert werden, das früher von der
Bäuerlichen Handelsgenossenschaft benutzt wurde. Die
Wiedereröffnung des Museums ist für Januar 2012 geplant.
Die Exposition, zu der ein Kindergarten und ein Klassenzimmer,
Alltags- und Militärfahrzeuge sowie die Originaltür der
Cottbuser Zuchthauszelle des Leichenpräparators Gunther von
Hagens gehören, soll in Vetschau um Originalteile aus dem
abgerissenen Palast der Republik in Berlin ergänzt
werden.
(dapd/jW)
(dapd/jW)
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