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Stadtbad darf kein Hotel werden

Berlin. Das Stadtbad Oderberger Straße in Prenzlauer Berg darf einem Medienbericht zufolge kein Hotel werden. Der Senat und der Bezirk haben einen Verkauf des Komplexes an einen Investor abgelehnt, wie die Berliner Zeitung am Donnerstag berichtete. Das Unternehmen habe die einstige Volksbadeanstalt für etwa 22 Millionen Euro zu einem Wellnesshotel umbauen wollen. Die Verwaltung fordert dem Bericht zufolge aber ein Schwimmbad, das öffentlich genutzt wird, wie es die Sanierungssatzung vorsehe. Die Volksbadeanstalt war 1902 eröffnet worden. 1986 mußte wegen Bauschäden das Schwimmbecken geschlossen werden, gut zehn Jahre später wurden auch die Reinigungsabteilung und die Sauna zugemacht. Nachdem eine von Anwohnern und Künstlern gegründete Genossenschaft an der Sanierung gescheitert war, hatte die Stiftung Denkmalschutz Berlin das Gebäude Anfang 2007 vom Liegenschaftsfonds übernommen. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.01.2011, Seite 5, Inland

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