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Sparkassen gegen Streßtest-Offenheit

Berlin. Die deutschen Sparkassen sprechen sich gegen die Veröffentlichung der anstehenden Streßtests für Banken aus. »Ich finde das sehr problematisch«, sagte der Vorstand des Dachverbandes DSGV, Karl-Peter Schackmann-Fallis, am Dienstag zu Reuters. Die Ergebnisse könnten an den Finanzmärkten falsch interpretiert werden. Vor allem die Veröffentlichung von Liquiditätsdaten sei heikel. »Das sollte intern bleiben«, betonte Schackmann-Fallis.

Jüngst hatte auch Bundesbank-Vizepräsident Franz-Christoph Zeitler Vorbehalte gegen eine umfassende Veröffentlichung geäußert. Vor allem die Aufdeckung von Kennziffern zur Liquidität sei sensibler als die Ergebnisse zur Ertrags- und Kapitalsituation, hatte Zeitler im Handelsblatt betont. »Die Gefahr, daß die Veröffentlichung solcher Daten einen Streß verschärft oder erst auslöst, ist nicht von der Hand zu weisen.« Nach der ersten Streßtest-Runde im vergangenen Sommer sollen Europas Banken in diesem Jahr ein weiteres Mal geprüft werden. (Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.01.2011, Seite 9, Kapital & Arbeit

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